Neue Lounge im Haus der Geschichte | Bonn | Eröffnung 17.05.2019

Niederländisch-Deutsche Kooperation von Aat Vos ( design, strategy, creative director ) und Andreas Franke ( design & engineering partner )

Willkommen im 21. Jahrhundert ! Lesen, Chillen, Reden, Kommunizieren, Lernen, Entspannen und vieles mehr ! Tausend Zeitzeugen-Interviews sind verfügbar.

 

25 Jahre …
 
Das renommierte Deutsche Museum Haus der Geschichte in Bonn feiert seinen
25. Geburtstag. Ein Meilenstein, ein Viertel Jahrhundert ! Im Jubiläumsjahr 2019 wurde das ehemalige Informationszentrum modernisiert und umgestaltet. Das Ergebnis ist eine zeitgemäße Lounge, analog und digital zugleich, die dazu einlädt, die deutsche Geschichte zu erkunden, sich mit anderen zu treffen, zu kommunizieren und die Zeit in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen. 

`Same old story´ | Neue Bedürfnisse

Im Haus der Geschichte wird die deutsche Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart präsentiert - durch Ausstellungen, Veranstaltungen, Online-Projekte und Publikationen. Die Hauptniederlassung befindet sich in Bonn,
der ehemaligen Hauptstadt Deutschlands.
Es ist eines der vier Museen der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Vor 25 Jahren eröffnete das Museum die Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945 “ mit über 7.000 Objekten, die die deutsche Zeitgeschichte von 1945 bis heute darstellen. Das Haus organisiert außerdem jedes Jahr vier temporäre Ausstellungen. All dies erfordert ein gut organisiertes Informations-zentrum.
Das ehemalige Zentrum hatte eine neutrale Innenarchitektur, die insbesondere die institutionelle Rolle des Museums betonte.
Inzwischen haben sich im digitalen Zeitalter die Bedürfnisse der Besucher gewandelt. Heutzutage verarbeitet die neue Generation mehr Informationen als jemals zuvor, was zu erhöhter Aufmerksamkeitsermüdung führt. Umso wichtiger besondere Orte zum Sitzen, Entspannen und Verweilen zu schaffen.
Das Haus der Geschichte wollte jedoch nicht nur ein paar zusätzliche Sitzgelegenheiten, sondern einen ganz besonderen Dritten Ort im Museum schaffen. Nun beginnt dieser auch seine eigene Geschichte zu schreiben und neue Impulse zu geben. 

Einbindung in bestehende Architektur

Die Aufgabe bestand darin, die Aufenthaltsqualität im Informationszentrum zu verbessern. Der 480 qm große Raum sollte offener und einladender wirken, -geradezu das Publikum neugierig machen. Eine Lounge, in der Menschen die enorme Informationsvielfalt des Museums auf andere Weise erleben und verarbeiten können. So gibt es verschiedene Bereiche zum Arbeiten, Lesen, Informieren,
gemütlichen Sitzen und Chillen. Der Zeitzeugen-Bereich verfügt über 3 Sonic-Chairs in denen über die Ansteuerung mit Tablets Zeitzeugenberichte angehört werden können.
Ein solcher Dritter Ort kann Innovationen hervorrufen, da er die Barrieren zwischen den Menschen senkt und ein Umfeld schafft, in dem die Menschen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit unterhalten, austauschen, gemeinsam Zeit verbringen und sich gegenseitig bereichern.
Die größte Herausforderung bestand darin, die neue Lounge so zu gestalten, dass sie sich nahtlos in die vorhandene Architektur der 90-er-Jahre
einfügt und gleichsam einen neuen zukunftsweisenden Akzent im Haus der Geschichte setzt.

In Co-Creation von Aat Vos und Andreas Franke ist diese einzigartige Lounge entwickelt und umgesetzt worden. 

Der Kreislauf von Leben und Bibliothek 

Mit dem Präsidenten und den Mitarbeitern des Hauses entwickelte Aat Vos in einer Reihe intensiver Live-Workshops das Konzept, aus dem sich der Entwurf herauskristallisiert. Gedanken und Bedürfnisse des Bauherrn konnten so viel besser eingeschätzt und im Entwurfsprozess verarbeitet werden. Es wurde eine Gestalt geschaffen, die sich in das Haus der Geschichte einfügt und zum Verweilen einlädt.
Das formal aufgenommene runde Fenster seitlich des Eingangs findet sich in diversen Sondermöbeln wieder: Kokon, Bath, Pool, Display und Infotheke.
Halbhohe `Rider´ nehmen Bücher auf und gliedern gleichzeitig den Raum in Bereiche. Ockergelb dominiert im Raum und wird von unterschiedlichen
nuancierten Texturen begleitet.
Zeitgemäße und zukunftsweisende Innenarchitektur fügt sich wunderbar in das außergewöhnliche Museumsgebäude ein.
Ein lockendes und außergewöhnliches Farb- und Materialkonzept mit konsequenter und inszenierender Beleuchtung setzt einen besonderen Akzent
sicherlich für die nächsten 25 Jahre und würdigt das Haus auf seine ganz besondere Art und Weise. 

 

Weitere Infos unter Projekte.